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Imbolc – das keltische Fest des Lichts

Im Keltischen Jahreskreis nimmt Imbolc, oder auch Imbolg geschrieben, den Platz des nächstfolgenden Mondfestes seit Samhain ein. Insgesamt umfasst der Jahreskreis vier Feste, die sich nach dem Mond orientieren. Da sich der Mond nicht an den Kalender hält, variieren stets die exakten Daten. Imbolc fällt normalerweise auf den 2. Vollmond nach dem Julfest. Das ist diesjährig am 07.02.2012 der Fall. Es hat sich jedoch eingebürgert, dass das Fest am Vorabend des 1. Februars beginnend, in manchen Gegenden auch einen Tag später, zelebriert wird.

Die verschiedenen Bezeichnungen von Imbolc

Der Begriff „imb-folc“ kommt heute noch in der irischen Sprache vor und lässt sich mit „Rundum-Waschung“ übersetzen. Imbolc ist somit eine Art Reinigungsfest. Allerdings entstammt die Schreibweise Imbolg von „i mbolg“, was „im Bauch der Mutter“ bedeutet. Gemeint ist damit die Natur, die gerade im Bauch der Erde heranwächst und in Kürze erneut hervorbricht. Somit kann Imbolc auch als Fruchtbarkeitsfest bezeichnet werden, wofür noch ein weiterer Begriff existiert: Oimelc.

Foto: A_of_DooM (Wikimedia)

Dieses Wort ist die Umschreibung für die Zeit, in der die Schafe bald gebären und dann wieder Milch geben. Die Hoffnung auf das bevorstehende Frühjahr ist in allen Bezeichnungen zu spüren, schließlich ist die Hälfte der dunklen Jahreszeit seit Yule bereits geschafft. Dadurch, dass die Tage bereits wieder länger sind, nimmt die Freude auf die kommende, warme Jahreszeit von Tag zu Tag zu. Imbolc ist demzufolge auch ein Lichterfest, an dem Kerzen und Freudenfeuer angezündet werden.

Imbolc als Fest der Brigid

Sowohl als legendäre Sagengestalt als auch als dreifaltige Göttin tritt Brigid in Erscheinung. Ihr Name leitet sich von „die Strahlende“ ab. Brigid wird aber auch als „die Streitende“ tituliert, weil sie in der irischen Mythologie an einer wichtigen Schlacht beteiligt war. Gewöhnlich ist von den „3 Brigids“ die Rede, die zu der Lichtgestalt und der Streiterin noch als Schutzgöttinnen der Fruchtbarkeit, der Poesie, der Heilkunst, der Schmiede und der Gesetzgeber fungieren. Die zugeordneten Funktionen der drei Schwestern sind dabei fließend und nicht exakt bestimmbar.

Lichtmess in der Katholischen Kirche

Obwohl es nirgendwo eindeutig belegt ist, drängt sich der Verdacht auf, dass das katholische Mariä Lichtmess mit Imbolc in Verbindung gebracht werden kann. Lichtmess wird genau 40 Tage nach Weihnachten am 2. Februar gefeiert. Das ist die Zeit, in der früher eine Frau, nachdem sie einen Knaben geboren hatte, als unrein galt. Bei einem Mädchen waren es übrigens sogar 80 Tage. Lichtmess ist also ebenfalls ein Reinigungsfest, bei dem gleichzeitig Kerzen als Boten des Lichts gesegnet werden.

Traditionelle Bräuche an Imbolc

© Klaus Reitmeier - Fotolia.com

Das Anzünden aller Lichter im Haus für mehrere Minuten drückte die Sehnsucht nach Helligkeit mit Nachdruck aus. Imbolc war darüber hinaus ein Tag, der sich für Prophezeiungen sehr gut eignete, insbesondere in Bezug auf den restlichen Winter. Brachte der Tag mildes Wetter, war es klug, noch jede Menge Holz ins Haus zu holen, weil der Winter noch etliche kalte Tage bringen würde. Die Igel wurden gleichfalls zur Wettervorhersage herangezogen. Blieben sie im Freien, war der Winter schon so gut wie geschafft. Verkrochen sie sich jedoch erneut in ihrem Bau, hieß das nichts Gutes, denn dann würde noch ein kräftiger Wintereinbruch folgen.

Die keltischen Frauen fertigten an Imbolc aus Getreidebüscheln, getrockneten Blumen und Bändern Strohpuppen und nannten sie Bride. Aufgestellt wurden diese Puppen in der Nähe des Kamins. Als Zauberstab erhielt jede Bride einen Stecken aus Birkenholz. Geglättete Asche sollte nachweisen, ob Bride des nachts gut gelaunt im Haus herumspazierte. Fehlten am Morgen die Spuren in der Asche, war das der Beweis, dass Bride beleidigt war, was kein gutes Omen darstellte. Um sie wieder gnädig zu stimmen, vergrub man junge Hähne oder Hühner.

Foto: Mark Kelly/ Wikimedia

An Imbolc zogen die Mädchen und jungen Frauen von Haus zu Haus. Dort bekamen sie Butter, Brot und andere Lebensmittel geschenkt, die sie im Anschluss in einer bis tief in die Nacht andauernden Feier mit den jungen Männern des Ortes verspeisten.

In allen Bräuchen und Überlieferungen an Imbolc ist die Freude auf das baldige Wiedererscheinen der Natur offensichtlich. Das natürliche Licht der Sonne, das mittlerweile täglich wieder etwas länger zur Verfügung stand, stimmte bereits auf die wärmere Jahreszeit ein.

 

 

 

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das grösste Glück der Welt.
Erstellt von on 27. Januar 2012. Im Archiv Spiritualität,Völker. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry
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