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2012 und die Überlieferungen der Hopi-Indianer

Etlichen Berichten zufolge sagen die Hopi, eine Gruppe der Pueblo-Indianer, aufgrund ihres spirituellen Wissens den Beginn eines neuen Zeitalters für das Jahr 2012 voraus. Während des Wandlungsprozesses soll sich die Erde in einem groß angelegten Reinigungsprozess aller vorhandenen negativer Elemente entledigen. Stellen sich gleich zwei Fragen: Wer sind die Hopi? Und kann man den Aussagen Glauben schenken?

Das Leben der Pueblo-Indianer

Pueblo Indianer, denen die Hopi angehören, unterschieden sich in ihrer Lebensweise stark von den sonst in Zelten wohnenden Indianerstämmen. Das Wort „Pueblo“ entstammt der spanischen Sprache und bezeichnet übersetzt ein Dorf. Die Indianer in der Gegend der heutigen US-Staaten Colorado, New Mexico und Arizona sowie im Norden Mexikos lebten tatsächlich als dorfähnliche Gemeinschaft in aus Stein oder Lehmziegeln errichteten Pueblos, die bis zu 800 Räumlichkeiten auf mehreren Ebenen besaßen. Die oberen Stockwerke waren etwas nach hinten versetzt und über Leitern erreichbar. Meistens befanden sich innerhalb der Pueblo-Komplexe freie Flächen für die Kivas. Dabei handelte es sich um einen zum Teil unterirdisch angelegten Raum mit einem Dach aus Baumstämmen, der für Zeremonien und Versammlungen verwendet wurde. Das Innere war rundum mit einer Bank ausgestattet und der Eintritt erfolgte über eine Leiter. Aufgrund der sesshaften Lebensweise ernährten sich die Pueblo-Indianer nicht mehr nur von der Jagd, sondern auch vom Ackerbau mit Mais, Melonen und Bohnen und vom Schlachten gehaltener Truthähne.

Die Zeit der Eroberung durch die Spanier

Als die Spanier in den amerikanischen Kontinent einfielen, machten sie auch vor den Pueblo-Indianern nicht halt. Um alles Heidnische zu vernichten, zerstörten sie sämtliche vorgefundene Kivas. Ihr Hauptanliegen galt mit der Zeit allerdings der Suche nach Gold. Die ursprünglichen Einwohner machten sie zu Sklaven und verboten ihnen, kulturelle Bräuche fortzuführen. Auch ein groß angelegter Pueblo-Aufstand brachte den Indianern ihre Freiheit nicht zurück.

Tanz der Hopi-Frauen (1879)

Wer sind die Hopi?

Zu den Pueblo-Indianern zählen außer den Hopi die Keres, die Acoma und die Zuni. Die Hopi bevölkerten einst den Nordwesten des jetzigen US-Staates Arizona. Heute existiert in der Gegend des Grand Canyon ein für die Hopi bestimmtes Indianerreservat.

Die Hopi und ihre Mythologie

Die Überlieferungen der Hopi gehen ganz speziell auf die Entstehung der Erde ein. Sie besagen, dass Geister vor der Erschaffung unseres Planeten in einem unendlichen Raum, im sogenannten Tokpela lebten. Als sich der Schöpfer des Universums zur Kreation der Erde entschloss, wählte er Geister aus, die dort in Menschengestalt leben sollten. Leider eigneten sie sich im Laufe der Zeit überaus schlechte Eigenschaften an und hörten nicht mehr auf die Worte des Schöpfers, weshalb er die „Erste Welt“ mittels Feuer zerstörte. Nur die guten Menschen überlebten. Mit der „Zweiten Welt“ ging es nicht anders aus. Diesmal griff der Schöpfer zu Eis und Schnee, so dass wiederum all jene vernichtet wurden, die seine Gebote nicht beachteten. Die „Dritte Welt“ wurde somit erschaffen. Die Menschheit breitete sich aus und entwickelte große Kulturen, wobei erneut das Böse Oberhand gewann.

Diesmal erfolgte die Vernichtung der Erdbewohner mittels einer Wasserflut. Diejenigen, die sich nichts zu Schulden hatten kommen lassen, überlebten und erhielten die Anweisung, sich in Clans auf eine Wanderung zu begeben, um sich an ihrer vorbestimmten Heimat niederzulassen. Zur Orientierung erhielten sie Holztafeln mit einer Wegebeschreibung. Die „Vierte Zeit“ begann und dauert seitdem bis zum heutigen Tag.

Die spirituelle Tradition der Hopi

Weil die Hopi ihre Religion als ihre private Angelegenheit betrachten, die Außenstehenden nicht zugänglich sein sollte und bereits viel zu viele irreführende Interpretationen erstellt wurden, gab die Hopi-Nation im Jahre 2002 eine Mahnung an die Welt heraus, die sie „Kultureller Diebstahl mit falscher Darstellung“ titulierte. Es geht vor allem um Personen, die mit dem alten Wissen der Hopi das schnelle Geld machen, indem sie Bücher mit falschen Angaben und eigenen Mutmaßungen veröffentlichen. Ein Sprecher der Hopi hielt diesbezüglich sogar vor den Vereinten Nationen eine Rede und rief gleichzeitig die Menschheit zum Frieden auf. Aus Respekt vor den Hopi-Indianern folgt nun keine Auflistung der Zeichen, die auf die „Fünfte Zeit“ hinweisen und laut diverser Interpretationsversuche zum Teil bereits eingetreten sein sollen. Lediglich eine kleine Vorausschau sei gewährt. Das neue Zeitalter soll geprägt sein von einem liebevollen Umgang der Menschen untereinander sowie mit allen Lebewesen auf der Erde einschließlich der Natur.

Die neue Zeit

Somit sind wir wiederum an der Prophezeiung eines neuen Zeitalters angelangt, für das dem Menschen ein neues Bewusstsein vorausgesagt wird. Diesmal ist nicht von einer kalendarischen Zeitrechnung sondern von Hinweisen die Rede, die dem nahenden Umbruch vorauseilen sollen. Vielleicht macht es tatsächlich Sinn, die aktuellen Geschehnisse etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Eventuell bedarf es gar keiner Hinweise aus den Überlieferungen der Hopi, um den Mythos 21.12.2012 zu enträtseln, weil es bereits genug andere Anzeichen gibt, die einen baldigen elementaren Wandel allzu deutlich avisieren. Der nächste Artikel dieser Reihe geht dieser Vermutung im Detail nach.

 

 

Liebe ist...

ein kleines Geschenk.
Erstellt von on 25. Januar 2012. Im Archiv 2012. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

4 Antworten auf 2012 und die Überlieferungen der Hopi-Indianer

  1. Meike Antworten

    25. Januar 2012 am 19:23

    Ich mag solche historischen Infos mit Legenden :) Tolle Bilder, ist das untere von William Turner?

    • Astrid Wilkening Antworten

      26. Januar 2012 am 08:34

      Hallo Meike,
      gut erkannt :) Das Bild ist von William Turner: “Der Abend nach der Sintflut”.
      Viele Grüße vom terravera-Team!

  2. A.Schneider Antworten

    26. Januar 2012 am 13:44

    Moin, Gibt es auch so etwas für die Yavapai-Apatschen. Hintergrund ist der – mein ehemaliger Schwiegersohn gehörte diesem Stamm an. In der Hoffnung etwas von Ihnen zu hören, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen Andree Schneider.

    • Caroline Yao Antworten

      27. Januar 2012 am 09:55

      Hallo Herr Schneider, Danke, das ist eine gute Idee – wir werden versuchen, mehr über die Yavapai-Apatschen zu erfahren. Neben der aktuellen Serie zu 2012 veröffentlichen wir regelmäßig Beiträge über Völker in der Rubrik “Wissen”. Schauen Sie doch öfter mal rein, vielleicht können wir ja in Kürze einen Artikel zum gewünschten Thema liefern.
      Mit herzlichen Grüßen,
      Ihr Terravera-Team

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